Andy Borgs Weinstube wird zum Peter-Alexander-Tempel: So feiert der Schlager die Legende

Drei Sender, ein Jubiläum und eine Weinstube, die längst zum Kultraum geworden ist. Andy Borg öffnet seine Türen für eine besondere Ausgabe von ‚Schlager-Spaß mit Andy Borg‘ – und diesmal geht es nicht nur um gute Laune, sondern um kulturelles Erbe. Peter Alexander wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden, und Borg macht daraus mehr als nur eine Geburtstagsparty: Er inszeniert eine deutsch-österreichische Hommage an einen Entertainer, der Generationen prägte.

Die März-Ausgabe verwandelt die Show in einen lebendigen Geschichtsunterricht – ohne Staub, dafür mit Evergreens. Borg spricht von ‚unvergessenen Melodien‘ und meint damit mehr als nur Ohrwürmer. Peter Alexanders Musik war Soundtrack für ein Lebensgefühl, das heute nostalgisch wirkt, aber damals pure Gegenwart war. ‚Er hat einer ganzen Generation ein gutes Gefühl in die Stube gezaubert‘, sagt Borg – und genau diese Magie will er wiederbeschwören.

Das Ensemble liest sich wie ein Who’s who der Schlager-Szene, aber mit einer interessanten Dynamik: Da sind die etablierten Größen wie Die jungen Zillertaler und Bata Illic, die selbst schon Legenden-Status haben. Daneben Newcomerin Simone, die gerade erst ihren Platz sucht. Dazwischen Figuren wie Volker Heißmann, der die Comedy-Schiene bedient, und Madlen Rausch, die das traditionelle Schlager-Fach vertritt. Diese Mischung aus verschiedenen Generationen und Stilrichtungen spiegelt genau das, was Peter Alexander verkörperte: Unterhaltung als Brücke zwischen Althergebrachtem und Neuem.

Produktionstechnisch handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Kooperation zwischen SWR, MDR und ORF – also kein Low-Budget-Projekt, sondern eine aufwendige Produktion mit drei Sendern im Rücken. Die Weinstuben-Atmosphäre ist dabei mehr als nur Kulisse: Sie schafft jene Intimität, die große TV-Shows oft vermissen lassen. Hier geht es nicht um glitzernde Bühnen, sondern um Gemeinschaft – genau das, was Borg an Alexander schätzt.

Die Sendung läuft am Samstag, 21. März 2026, um 20:15 Uhr parallel in SWR, MDR und ORF 2. Wer den Termin verpasst oder nochmal reinschauen will, findet die Folge in der ARD Mediathek. Ein interessantes Detail: Die Ausstrahlung in drei Ländern unterstreicht, dass Peter Alexanders Erbe keine Grenzen kennt – genau wie der Schlager selbst.

Was Borg hier macht, ist mehr als nur Fernsehunterhaltung. Es ist die Pflege eines kulturellen Gedächtnisses, das in Zeiten von Streaming und Algorithmen leicht verloren geht. Er zeigt: Diese Musik ist nicht nur für die Generation, die sie live erlebte. Sie funktioniert noch immer – als Zeitdokument, als emotionale Brücke, als Beweis dafür, dass gute Unterhaltung nie wirklich alt wird.

(Bildrechte: SWR/Kerstin Joensson)